September 2021 – Unternehmensinsolvenzen – und der Herbst erst…

Wie bereits in den Vormonaten (s. zuletzt bei mir hier), so weisen auch die aktuellen Meldungen zur Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen von Destatis (hier) und IWH (hier) nur in eine Richtung – nach unten. Demnach sank die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr 2021 um -17,7%, dabei alleine im Juni 2021 um weitere -11,6%. Auch die Frühindikatoren weisen mit -19% (Destatis, Zahl der Insolvenzanträge), bzw. -11% (IWH, Zahl der bislang dem Handelsregister gemeldeten eröffneten Verfahren) für August 2021 (jeweils gegenüber Vormonat) nicht auf eine Trendwende hin.

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Eigenverwaltung nach SanInsFoG – nicht nur ein Hort der Freude

Im Rahmen der zu Beginn des Jahres 2021 in Kraft getretenen Reformen des Insolvenzrechts durch das „Gesetz zur Fortentwicklung des Sanierungs- und Insolvenzrechts (Sanierungs- und Insolvenzrechtsfortentwicklungsgesetz – SanInsFoG, s. dazu schon hier)“ wurden neben der Überarbeitung der Insolvenzgründe und -antragspflichten sowie der Haftung bei unterlassener Antragstellung (s. dazu hier) auch die Regelungen zur (vorläufigen) Eigenverwaltung einer grundlegenden Überarbeitung unterzogen. Das damit die Einleitung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung nicht unbedingt einfacher werden dürfte, zeigen die folgenden Erwägungen. 

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Die Fortbestehensprognose – immer wieder gerne diskutiert

In zwei aktuellen Entscheidungen beschäftigen sich der zweite Zivilsenat des BGH und das OLG Düsseldorf erneut mit der Frage, welche Kriterien für eine positive Fortbestehensprognose im Rahmen der Überschuldungsprüfung nach § 19 Abs. 2 InsO anzusetzen sind. Interessant ist die Betrachtung beider Entscheidungen, weil sie sich im Kern diametral widersprechen, aber auch, weil sich daran die Maßstäbe an die Überwachungs- und Planungspflichten der Geschäftsleitung nicht nur von Startups gut darstellen lassen. 

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Unternehmensinsolvenzen – der Sommer wird lau…

Der Trend zu weiter fallenden Zahlen von Unternehmensinsolvenzen hält an – so meldete Destatis für das 1. Quartal 2021 einen Rückgang der Anträge zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über Unternehmen von -19,7% gegenüber dem Vorjahresquartal (hier). Auf Monatsbasis betrug der Rückgang im März 2021 gegenüber dem März des Vorjahres immer noch -5,6%. Aber auch bei der Zahl der eröffneten Insolvenzverfahren über Unternehmen ergibt sich ein Rückgang von -7% vom April auf den Mai 2021.

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StaRUG – Sanierungsmoderation, eine Option?

Auch viereinhalb Monate nachdem das „Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz“ (StaRUG) zum 1. Januar 2021 in Kraft getreten ist, halten sich die Meldungen über entsprechende Verfahren (noch?) in Grenzen (s. aber z.B. hier eine Entscheidung des AG Köln). Allerdings dürfte der wachsende Restrukturierungsdruck nach dem endgültigen Auslaufen der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht dazu führen, dass Unternehmer vermehrt ihre verbleibenden Optionen prüfen werden. Eine Option könnte die sog. „Sanierungsmoderation“ sein, die bereits vor den eigentlichen Instrumenten des Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmens nach den §§ 2 ff. StaRUG  eingeleitet werden kann.

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