Whistleblower – zwischen den Stühlen

Es müssen ja nicht gleich die sog. „Panama-Papers“ oder die Dokumente zu „Luxemburg-Leaks“ sein, die dem Mitarbeiter – häufig ungewollt und eher zufällig – in den Schoß fallen. Wie aber soll sich ein Mitarbeiter verhalten, der Kenntnisse über Unregelmäßigkeiten im Unternehmen erlangt? Wie für Geschäftsführer, so gilt auch für den einfachen Angestellten, dass die Frage „Was geht mich das an?“ in solchen Fällen häufig eher deplatziert sein dürfte. Aus aktuellem Anlass deswegen nachfolgend einige Anmerkungen und Handreichungen zum „richtigen“ Verhalten bei Unregelmäßigkeiten im Unternehmen.

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Destatis: 3,9% weniger Unternehmensinsolvenzen als 2017

Zwar entschleunigte sich der Rückgang der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem Vormonat (s. hier) etwas, blieb mit -10,2% im Dezember 2018 (gegenüber dem Vorjahresmonat, hier) aber weiterhin im dramatischen Bereich. Über das gesamte Jahr 2018 hinweg mussten nach Angaben von Destatis mit 19.302 Unternehmen insgesamt noch einmal 3,9% weniger Unternehmen den Gang zum Insolvenzrichter antreten als im Vorjahr. Dies ist der niedrigste Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahre 1999.

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Brexit und „No Deal“ – was ist jetzt zu tun?

Der am 29. März 2019 um Mitternacht anstehende „Brexit“, also der formelle Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, wirft nicht nur im Gesellschafts- und Insolvenzrecht seine Schatten voraus. Auch angesichts der aktuellen, eher verworrenen, Lage können Unternehmen nun nicht mehr den – wie auch immer gearteten Ausgang – der Verhandlungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union abwarten. Schon auf Grund der Zeitspanne, die benötigt wird, um als relevant erkannte Maßnahmen umzusetzen, müssen sie jetzt handeln – und tun dies auch, wie das Beispiel des Autobauers Honda zeigt, der sein englisches Werk – wohl auch vor dem Hintergrund eines Freihandelsabkommens der EU mit Japan – gleich ganz schließen will (hier).

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Destatis: Unternehmens­insolvenzen im freien Fall

Während am bislang blauen Konjunkturhimmel seit einiger Zeit dunkle Wolken aufziehen (s. näher hier), setzt sich der Rückgang der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland aus den Vormonaten (hier) nicht nur fort, sondern beschleunigt sich zum Jahresende noch: Mit einem Rückgang von sage und schreibe -13,7% gegenüber dem Vorjahresmonat (hier) befinden sich die Unternehmensinsolvenzen im November – trotz … mehr

EU: Präventiver Restrukturierungsrahmen – der Vorhang hebt sich

Nachdem vor knapp drei Monaten der letzte Artikel zu dieser Thematik mit der Wendung „Mit Ergebnissen [der Trilog Verhandlungen] wird dementsprechend im März 2019 gerechnet.“ endete (hier), zeigten die Institutionen der Europäischen Union Sprintfähigkeiten:  So wurde völlig überraschend der sog. „Trilog“ zwischen Kommission, Rat und Parlament bereits am 19. Dezember mit einem Kompromiss beendet.

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Folgen die Unternehmens­insolvenzen der wirtschaftlichen Entwicklung?

Die Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen hat im Oktober 2018 erneut die Volatilität der Vormonate bestätigt. Gingen die Insolvenzzahlen im September noch um 8,1% gegenüber dem Vorjahresmonat (hier) zurück, so stiegen sie im Oktober um 3,5% (hier, ebenfalls zum Vorjahresmonat). Nun könnte man das als erneuten Beleg für die Unzulänglichkeiten der Insolvenzstatistik deuten (s. dazu näher hier). Aber vielleicht steckt dieses Mal mehr dahinter.

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IDW S 6 neu – und niemand interessierts…

Relativ unbemerkt von der allgemeinen Öffentlichkeit, aber auch von Fachleuten wenig zur Kenntnis genommen, hat das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) im Mai 2018 den überarbeiteten „IDW Standard: Anforderungen an Sanierungskonzepte (IDW S 6) veröffentlicht. Nachfolgend wird kurz beleuchtet, warum das so ist und warum die Auseinandersetzung mit dem neuen Standard gleichwohl sinnvoll ist.

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